Ernährungsmythen: Kaffee entzieht dem Körper Wasser

Kaffee entzieht dem Körper Wasser heißt es. Deshalb dürfe eine Tasse Kaffee auch nicht zur täglichen Trink-Bilanz dazu gerechnet werden. Und deshalb soll man, wenn man einen Kaffee trinkt, immer auch die gleiche Menge Wassere trinken. Aber stimmt das? Entzieht der Kaffee unserem Körper wirklich Wasser?

Nein, diese Aussage gilt mittlerweile als wissenschaftliche belegt und die ursprünglich für diese Aussage angeführte Studie war fehlerhaft. Diese Studie hatte bei Probanden, die über den Untersuchungszeitraum eine Tasse Kaffee mehr als sonst am Tag tranken, eine Abnahme des Körpergewichtes um 0,7 Kilo und eine Zunahme des Urinvolumens beobachtet. Daraus wurde dann abgeleitet, dass der Körper der Probanden Wasser verloren hatte. Was aber tatsächlich den Gewichtsverlust verursacht hatte, wurde nicht untersucht, sondern eben nur geschlussfolgert. Aber eine Korrelation – zwei messbare Dinge passieren parallel zueinander – ist noch keine Kausalität. Das eine Ergebnis muss seine Ursache nicht im anderen haben. Ein Beispiel. Wenn es regnet, dann haben mehr Menschen Regenschirme dabei, als wenn es nicht regnet. Wenn man daraus jetzt die Schlussfolgerung zieht, dass es regnet, weil die Menschen Schirme dabei haben, wäre aus der Korrelation „Regen“ und „Menschen haben Schirme dabei“ eine völlig falsche Kausalität abgeleitet worden. Ok. Zurück zum Kaffee.

Heute haben Studien und führenden Ernährungsexperten beispielsweise der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) festgestellt, das Kaffee den Wasserhaushalt des Körpers nicht signifikant beeinflusst. Nicht nur das, die Tasse Kaffe besteht ja selbst zum großen Teil aus Wasser und deshalb das die Tasse Kaffee ein die Trink-Bilanz eingerechnet werden. Das Koffein stimuliert allerdings schon kurzfristig die Filterfunktion Deiner Nieren und wirkt daher harntreibend. Wer selten Kaffee trinkt und dann mehr von dem Muntermacher schlürft, muss also Anfangs öfter aus Klo, bis sich der Körper daran gewöhnt hat. Und das geht sehr schnell innerhalb weniger Tage.

Eine weitere Studie hat belegt, dass Menschen, die viel Kaffee trinken in etwa genau so viel Flüssigkeit ausscheiden, wie Menschen, die Wasser trinken. Der Kaffeetrinker gibt 84 Prozent der mit dem Kaffee aufgenommenen Flüssigkeitsmenge wieder ab, beim Wassertrinker sind es 81 Prozent. Kaum ein Unterschied. 

Fazit: Bezüglich des Wasserhaushaltes des Körpers und der Trink-Bilanz ist es irrelevant, ob man ein Glas Wasser oder eine Tasse Kaffee trinkt.

Aber: Dennoch solltest Du nicht Unmengen des Muntermachers pro Tag einkübeln. Kaffee ist kein Durstlöscher, denn er hat eine sehr anregende Wirkung auf Dein Herz und Deinen Kreislauf und Du willst ja nicht dauernd unter Strom stehen. Drei bis fünf Tassen am Tag sind ok, aber wenn Du deutlich mehr trinkst, wirst Du beispielsweise Abends deutlich schlechter einschlafen. Und auch während des Tages braucht Dein Körper Phasen, in denen er nur mit Standgas, statt mit Halb- oder Vollgas fährt.

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