Folge 47: Hört auf, Eure Kinder fett zu füttern!

Liebe Leute, hört doch endlich damit auf, Eure Kinder fett und rund zu füttern und ihnen damit den Start in ein gesundes Leben zu versauen. Bevor ich Euch zu diesem Thema ausführlich berichte, hier noch kurz der Hinweis auf das Gewinnspiel. Ich verlose zehn Mal mein Buch „Machs gut Dicker, für Männer die schlank, fit, stark und gesund werden wollen.“ Was musst Du für die Teilnahme tun? Zunächst bewerte diesen Podcast auf iTunes. Mach dann einen Screenshot von Deiner Bewertung und schicke diesen Screenshot mit Deiner Adresse, an die ich das Buch schicken soll, falls Du gewinnst, per E-Mail an kontakt@machs-gut-dicker.de. Die ersten zehn Podcast-Hörer, die das machen, bekommen das Buch dann per Post zugeschickt. Es sind noch einige Bücher übrig!

Immer mehr dicke und sehr dicke Kinder

„Unsere Gesellschaft wird immer dicker!“ Das liest man allenthalben immer wieder in den Medien und man braucht sich nur umzuschauen, um festzustellen, dass das stimmt. Und wenn wir genau hinschauen, dann stellen wir fest, dass dieses Problem sehr oft schon im Kindesalter anfängt. Es ist erschreckend, wie viele dicke und sehr dicke Kinder man heutzutage sieht. Die Ursachen habe ich in Meinem Buch „Machs gut Dicker – für Männer, die schlank, fit, stark und gesund werden wollen“ im Prinzip alle beschrieben und vieles haben wir hier auch im Podcast schon ausführlich besprochen. Es ist zum einen eine falsche und viel zu Zucker-lastige Ernährung und zum anderen eklatanter Bewegungsmangel. Schauen wir uns beide Themen kurz an.

Die Industrie hat unsere Ernährungsgewohnheiten seit Jahren, ja Jahrzehnten fest im Griff. In viel zu vielen Haushalten besteht Kochen mittlerweile entweder aus „Packung auf und heiß machen“ oder aus dem Zubereiten hoch verarbeiteter Fertignahrungsmittel. Wie im Buch erwähnt, zielen viele dieser Frühstücks-Cerealien vor allem auf die Zielgruppe Kinder. Bunte Verpackungen mit lustigen Bildern darauf oder – zumindest früher in meiner Kindheit – dieses Plastikspielzeug, dass sich in der Packung unter den Zuckerflocken verbirgt. All das soll Kinder adressieren und in ihnen den Wunsch nach diesem Produkt erwecken, damit sie die Eltern drängen und nötigen, das Zeug zu kaufen. 

Erinnerst Du dich an die Werbung mit dem Slogan „Fruchtzwerge, so wertvoll wie ein kleines Steak“. Diese pappsüßen Fruchtjoghurts sind mit ein paar Vitaminen angereichert, dem „wertvollen“, aber haben eben auch 10,4 Gramm Zucker auf 100 Gramm. Der Zucker steht nach den Zutaten „Frischkäse“ und „Rahm“ an dritter Stelle. Unglaubliche viele „Packung-auf-und fertig-Produkte“ buhlen um die Gunst von Käufern. Schnell und bequem, lautet die Devise und wenn in der Hektik des Alltags so eben ratzfatz was essbares auf dem Tisch steht, dass die Kinder auch gerne und „widerstandsarm“ essen, um so besser. 

Kinder stehen unter permanentem “Zucker-Beschuss”

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Kinder stehen unter dauerndem “Zucker-Beschuss” und Handel und Industrie liefern die permanente Versuchung.

Der Körper der Kinder wird quasi nach dem Abstillen unter Zucker-Beschuss genommen. So gewöhnen sich die Kinder an den Geschmack von Fertigfutter, Packungsfraß und Fastfood. Gerade die Fastfood-Läden investieren beim Marketing auch Millionenbeträge in die junge Zielgruppe. Happy Meal und der Horrorclown vom goldenen M sollen nur ein Beispiel von vielen sein. Und dann wird mit so einem Happymeal eben das Zucker- und Kohlenhydrate-Inferno serviert. Wir füttern, getrieben von der Nahrungsmittelindustrie unsere Kinder fett.

Richtiges, echtes, selbst gekochtes Essen aus natürlichen Zutaten ist selten geworden

Im Vorwort zu meinem Buch und in der ersten Folge dieses Podcasts habe ich von den Pausenbroten gesprochen, die mir meine Mutter immer für die Schule mitgegeben hat. Eine Tupperdose voller gesunder und ausgewogener Ernährung. Vollkornbrot, und immer verzehrfertig in Stifte geschnittene Möhren, Kohlrabi, Gurken und so weiter. Als ich Kind war, war es normal, dass richtig gekocht wurde. Aus echten unverarbeiteten Lebensmitteln wurde da Mittagessen gekocht. In meinem Elternhaus ebenso, wie bei meinen Omas, wenn ich dort zu besuch war. Da wurde Fleisch gebraten, Gemüse geschnippelt und gekocht und dazu gab es gekochte Kartoffeln, Reis oder ab und zu mal Nudeln. Sicher, da wurde vor allem bei den Omas auch alles mit ordentlich guter Butter gemacht und an die Bratensoße kam ein dicker Schuss Sahne dran. Aber es wurde eben richtig frisch und gut gekocht. 

Natürlich habe auch ich ab und zu mal Cornflakes gegessen oder einen Teller Nudeln mit Ketchup. Und für Gummibärchen war ich immer zu haben. Aber meine Mahlzeiten wurden eben von frisch zubereitetem, selbst gekochten Essen aus natürlichen Zutaten dominiert. So bin ich aufgewachsen. So habe ich essen gelernt. Und ich bin unendlich dankbar dafür. 

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Manche Kinder heute antworten auf die Frage, woher die Milch kommt mit „Aus der Packung“ statt „aus der Kuh“. Heute lernen die Kinder oft nicht mehr, woher das Essen kommt und beispielsweise auch nicht, dass für die leckere Bratwurst oder auch Fleisch in Fertiggerichten Tiere getötet und geschlachtet werden. Für Kinder kommt das Essen aus der Packung und wird entweder direkt auf den Teller gekippt oder vorher eben noch heiß gemacht. Und wenn es heißt „Wir gehen zu McDonalds“, dann wird gejubelt. 

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Mal ehrlich: Sieht so ein Ding wirklich lecker aus? Und ist es das auch? Gesund ist es nicht.

Als ich Kind war, gab es McDonalds noch garnicht und in meiner Jugend, als diese Fastfood-Ketten sich verbreiteten, ist man da auch ab und zu mal hingegangen. Aber nicht regelmäßig. Im wesentlichen bekam ich wie gesagt gutes, frisch gekochtes Essen. Wenn Ihr also die Regeln und Vorschläge für eine gesunde und ausgewogene Ernährung aus meinem Buch als alltägliche Ernährung für die ganze Familie nutzt, dann könnt ihr auch den Zucker-Beschuss der Industrie auf Eure Kinder ausbremsen. Dann haben Eure Kinder die Chance, auf einem gesunden Ernährungsfundament aufzuwachsen.

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Bei vielen Kindern und Jugendlichen sieht “Bewegung” heute so aus. Es bewegen sich nur noch Daumen und Zeigefinger.

Kommen wir zum zweiten Teil, dem Bewegungsmangel. Heute gibt es unendlich viel Technik, die Kinder vor den Bildschirm fesselt. Playstation und andere Spielekonsolen, Smartphone, Tablet, Computer oder einfach nur die Glotze. Wie viele Kinder hocken vor der Glotze, haben den Playstation-Controller in der Hand und spielen über das Internet mit anderen Kindern, die ebenfalls gleichsam vor dem Bildschirm hocken. Die haben zwar Headsets, also Kopfhörer mit Mikrofon auf, und unterhalten sich, spielen in Teams gemeinsam. Aber sie sitzen eben jeder für sich vor der Mattscheibe. Die neueste Seuche sind YouTube- und Livestreaming-Kanäle, auf denen man anderen beim Computerspiele-Zocken zusehen kann. Da spielt man nicht mal mehr selbst, sitzt aber abermals stundenlang vor der Mattscheibe. 

Ich will ehrlich sein. Hätte es das ganze Zeug in meiner Kindheit gegeben, wäre ich davon auch fasziniert und entsprechend anfällig gewesen. Aber ich war als Kind zum Spielen draußen. Wir sind mit den Kinderrädern durch die Gegen gezischt, haben auf Wiesen oder Spielplätzen getobt. Ich bin mit dem Fahrrad die vier Kilometer ins Gymnasium im Nachbarort gefahren und vorher zu Fuß in die Grundschule in meinem Heimatdorf. Ich war ein Zappelphilipp und irgendwie immer in Bewegung. Als Boris Becker Wimbledon gewann, habe ich auch mal eine Zeit lang Tennis ausprobiert und davor war ich im Sportverein ein paar Jahre in der Judoabteilung bis diese wegen Trainermangels aufgelöst wurde. Aber so richtig viel Sport habe ich als Kind nicht gemacht und Fußball war mir damals genau so egal wie heute. Dennoch, war ich immer in Bewegung und einfach spielerisch körperlich aktiv. Als Jugendlicher bin ich in dann in die DLRG eingetreten und habe meine Liebe zum Schwimmen entdeckt. Und der DLRG halte ich bis heute die Treue. 

Langer Rede kurzer Sinn, ich hatte als Kind und Jugendlicher ein „bewegtes Leben“. Von sehr vielen Kindern kann man das heute nicht mehr sagen. Es gibt sportliche Kinder, die in Fußball- oder Turnvereinen und ähnlichem aktiv sind. Die bewegen sich viel. Aber es gibt eben leider auch viele „kindliche Immobilien“. Und viele dieser Kinder bekommen diesen bewegungslosen Lebensstiel von ihren Eltern vorgelebt. Wenn Mama oder Papa übergewichtig und bräsig auf der Couch rumhängen, sich mit Nahrungsmüll vollstopfen und eine ausgeprägte Bewegungsphobie haben, dann erleben die Kinder dieses ungesunde Verhalten eben und machen es nach.

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Nudeln, bei Kindern sehr beliebt. Reine Dickmacher mit vielen Kohlenhydrate und fast keinen Nährstoffen.

Falsche bis schlechte Ernährung und Bewegungsmangel sorgen dafür, dass es immer mehr pummelige bis fette Kinder gibt. Bei mir begann das Dickwerden nach der Kindheit und Jugend als junger Erwachsener bei der Bundeswehr, wie ich es in Folge 2 dieses Podcasts ausführlich erzählt habe. Aber welche Chancen hat heute ein junger Mensch, der schon adipös aufgewachsen ist, dieses Thema in den Griff zu bekommen? Welche Chancen hat ein junger Mensch, wenn all diesen Gewohnheiten, von „Packung auf, heiß machen und fertig“ bis „Noch ne Stunde Ego-Shooter zocken“ schon als Kind gelernt hat? Wie soll ein junger Mensch Bewegung im Alltag leben, wenn er vom „Taxi Mama“ über all mit dem Auto hingefahren wurde.

Die Gesundheit der Kinder und der daraus aufwachsenden Jugendlichen und Erwachsenen beginnt in der heimischen Küche und mit genug Gelegenheit für Bewegung. Alles, was ich in meinem Buch „Machs gut Dicker – für Männer, die schlank, fit, stark und gesund werden wollen“ beschreibe, könnt ihr problemlos auch für Eure Kinder anwenden, um diesen einen schlanken, fitten, starken und gesunden Start ins Leben zu ermöglichen. Geht dabei selbst mit gutem Beispiel voran!

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Music from https://filmmusic.io: “Tablamixx” by Sebsdor (https://www.72grad.de/) Licence: CC BY-SA + (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de)

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