Folge 53: So löst Du den Bremsklotz im Kopf

In der letzten Folge haben wir uns mit den limitierenden Glaubenssätzen beschäftigt und zwar damit, wie sie entstehen und wie sie als Bremsklotz deiner persönlichen Weiterentwicklung im Wege stehen. Heute wollen wir uns darum kümmern, wie wir diese limitierenden Glaubenssätze knacken und durch positive Glaubenssätze ersetzen können. Ich werde mich dabei einer bildhaften Sprache bedienen und das könnte eventuell etwas eklig werden. Zunächst noch der Hinweis auf das Gewinnspiel. Ich verlose zehn Mal mein Buch „Machs gut Dicker, für Männer die schlank, fit, stark und gesund werden wollen.“ Und weil vor kurzem die 50. Folge meines Podcasts online gegangen ist, das hier ist Folge 53, lege ich noch einen drauf. Zusätzlich gibt es das Taschenbuch „Machs gut Dicker – Die besten Hacks für Deinen Stoffwechsel“ dazu. Du bekommst also ein Buchpaket im Wert von 23 Euro. Was musst Du für die Teilnahme tun? Zunächst bewerte diesen Podcast auf iTunes. Mach dann einen Screenshot von Deiner Bewertung und schicke diesen Screenshot mit Deiner Adresse, an die ich die Bücher schicken soll, falls Du gewinnst, per E-Mail an kontakt@machs-gut-dicker.de. Die ersten zehn Podcast-Hörer, die das machen, bekommen das Buchpaket dann per Post zugeschickt.

Limitierende Glaubenssätze liefern Ausreden

Schauen wir uns also nochmal die drei beispielhaften limitierenden Glaubenssätze in Bezug auf das Abnehmen an. Der erste lautete: „Ich kann nicht abnehmen, das hat noch nie geklappt.“ Der zweite lautete: „Das Dicksein, das liegt bei uns in der Familie, dann kann man nichts machen, gegen Deine Gene bist Du machtlos.“ Und der dritte war: „Ich hab schwere Knochen, ich werden niemals schlank.“

Allen drei limitierenden Glaubenssätzen ist gemeinsam, dass sie Dir eine Ausrede liefern, um das mit dem abnehmen, mit dem schlank, fit, stark und gesund werden erst garnicht zu versuchen. Mal ist es eine völlig undefinierte Ausrede „das hat noch nie geklappt“ und bei den beiden anderen limitierenden Glaubenssätzen wird eine fadenscheinige Begründung angeführt. Einmal die familiäre Vorbelastung und einmal die schweren Knochen.

Faktisch kann man das letzten Argument, die schweren Knochen, am schnellsten widerlegen. Zunächst Mal wird ein übergewichtiger Mensch nicht mehr Knochen haben, als ein normalgewichtiger Mensch. Die Knochen des Skeletts bei einem Menschen circa acht bis neun Prozent des Gesamtkörpergewichts aus und zwar ausgehend vom Normalgewicht. Wenn ein Erwachsener Mann also ein Normalgewicht von 80 Kilogramm auf die Waage bringt, haben seine gesamten Knochen ein Gewicht von circa 7,5 Kilo. Das Gewicht eines Knochens ergibt sich aus seiner Größe und Dichte. Wenn der menschliche Körper durch Sport oder schwere Arbeit stark belastet wird, erhöht sich die Knochendichte im Laufe der Zeit. Aus ausgeheilte Knochenbrüche erhöhen die Dichte des betroffenen Knochens. Knochen können also durch bestimmte Umstände etwas schwerer werden. Aber das sind maximal zehn Prozent des Gewichtes der Knochenmasse. Diese „schweren Knochen“ würden insgesamt also aller höchsten ein Kilo mehr wiegen, als „leichte Knochen“. Mit anderen Worten, der Mann, der ein Normalgewicht von 80 Kilo hätte, aber 100 oder mehr Kilo auf die Waage bringt, kann sich die Ausrede mit den schweren Knochen getrost von der Backe putzen, denn diese Ausrede taugt definitiv nichts. Und genau das wäre auch der sachlich-argumentative Ansatz, um diesen limitierenden Glaubenssatz los zu werden.

Wie kann man limitierende Glaubenssätze loswerden?

Wenn diese limitierenden Glaubenssätze Dich hemmen und ausbremsen, dann wäre es doch schön, wenn Du die loswerden könntest, damit Du diesen Bremsklotz im Kopf ebenfalls los wirst. Damit dich diese Bremsklötze nicht mehr daran hindern, schlank, fit, stark und gesund zu werden. Und in der Tat, das geht. Ich will Dir hier mehrere Schritte vorschlagen, mit denen Du einen limitierenden Glaubenssatz loslassen und loswerden und durch einen positiven Glaubenssatz ersetzen kannst. Und das wird gleich auch wie eingangs versprochen etwas eklig, ja vielleicht ziemlich eklig. Aber dieser Ekel ist ein echt guter Trick … Du wirst schon sehen.

Schritt 1: Werde Dir des limitierenden Glaubenssatzes bewußt!

Wenn Dir beim Thema Abnehmen sofort ein Gedanke wie „Ich kann nicht abnehmen, das hat noch nie geklappt“ durch den Kopf schwirrt, dann bremst Dich dieser Gedanke wie bisher beschrieben aus. Aber der Gedanke rennt Dir ja nicht einfach so durch Oberstübchen und erklärt dabei: „Hallo. Ich bin übrigens ein limitierender Glaubenssatz. Ich bin da, um dich auszubremsen. Ich will dich daran hindern, dich weiter zu entwickeln. Ich will dafür sorgen, dass Du dich nicht gesund ernährst, dass Du dich nicht bewegst und keinen Sport machst. Wenn es mich limitierender Glaubenssatz nicht gäbe, dann würdest schlank, fit, stark und gesund werden. Aber hey, das weiß ich zu verhindern! Verlass dich drauf!“ Nein so ist das nicht. Limitierende Glaubenssätze schlummern leise und unauffällig im Unterbewusstsein, um im (un)passenden Moment an die Oberfläche zu kommen und Dir bei einer bestimmten Sache kurz aber wirksam in die Suppe zu spucken und dann wieder aus Deiner Wahrnehmung zu verschwinden. Dieses Bewusstsein, was der limitierende Glaubenssatz mit Dir anstellt, das fehlt Dir noch.

Und deshalb: Mach Dir bewusst, das Dir gerade ein limitierende Glaubenssatz durch den Kopf geht. Wenn Du beispielsweise gerade diesen Satz „Ich kann nicht abnehmen, das hat noch nie geklappt.“ denkst, dann solltest Du sofort zwei Dinge tun:

1. Schreib Dir genau jetzt, wenn Du diesen Gedanken hast, eben diesen Gedanken auf einen Zettel! Schreib möglichst wortwörtlich auf den Zettel, was Du gerade gedacht hast, als es um das Thema Abnehmen ging. 

2. Und jetzt lies Dir diesen Satz oder auch diese Sätze auf dem Zettel ganz in Ruhe gründlich. durch und denke darüber nach. Frag Dich, warum Du das gerade gedacht hast. Frag Dich, was dieser Gedanke genau mit Dir anstellt. Frag Dich, was Dein innerer Schweinehund mit diesem Gedanken als Futter wohl so mit Dir macht. Frag Dich, ob es vielleicht früher Erlebnisse und Erfahrungen in Deinem Leben gab, die dieses Gedanken ausgelöst haben und diesen deshalb als limitierenden Glaubenssatz dann in Dir verankert haben. 

Mit anderen Worten: Setze Dich ganz bewußt mit dem Gedanken, der als limitierender Glaubenssatz wirkt, auseinander. Und wie gesagt, schreib diesen Gedanken gut lesbar auf einen Zettel!

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Schritt 2: Jetzt wird es eklig!

Ok, wie versprochen, jetzt wird es eklig, denn ich möchte Dir etwas erzählen. Stell Dir vor, Du bist jung und in der Pubertät. Du kämpfst mit all diesen Dingen, mit denen man in der Pubertät eben kämpft. Eines dieser Dinge ist Akne, die Dir immer wieder aufs Neue Pickel ins Gesicht bastelt. Du stehst also morgens vor dem Spiegel und siehst, dass sich da über Nacht auf Deiner Nase, oder Deiner Stirn oder Deinem Kinn wieder so eine neue rote glänzende, fette Beule gebildet hat. Der fiese Pickel juckt auch schon etwas und mitten drauf siehst Du schon dieses „weißgelbe Krönchen“ des aus dem Inneren des Pickels durchschimmernden Eiters. Du ärgerst Dich, dass da schon wieder etwas ungesundes und unangenehmes in Deiner Haut passiert. Dass da wieder etwas ist, was nicht gut für Dich und vielleicht ungesund ist. Und auch etwas, dass mal wieder dafür sorgt, dass Du in der Schule gehänselt wirst und Dich Deine Mitschüler vielleicht „Pickelfresse“ nennen.

Also nimmst Du mit zwei Fingern die Pustel in die Zange und drückst. Und es dauert nicht lange, da platzt der glänzende rote Pickel auf und der eitrige Schmodder läuft raus oder spitzt sogar mit Schmackes gegen den Spiegel im Badezimmer. Obwohl der Vorgang des Pickelausdrückens selbst total eklig ist, fühlst Du Dich irgendwie gut. Du fühlst Dich gut, denn Du hast da etwas schlechtes, etwas ungesundes und etwas negatives, das eben gerade noch unter Deiner Haut und damit in Deinem Körper steckte und dich zudem auch noch verunstaltet hat, entfernt. Du hast dieses unschöne etwas aus Deinem Körper hinaus geworfen, damit es Dir nicht mehr schaden kann. Zufrieden desinfizierst Du diese Stelle noch und der Tag kann beginnen.

Ekelst Du dich jetzt gerade, nachdem Du das gelesen hast? Hoffentlich! Und das hab ich Dir ja vorher sozusagen versprochen, dass es eklig wird? Nimm jetzt dieses Ekelgefühl und klebe es wie ein Etikett an Deinen limitierenden Glaubenssatz dran. Schreib meinetwegen auf den Zettel, auf dem schon der Satz „Ich kann nicht abnehmen, das hat noch nie geklappt“ steht, drauf: Eklig, Pickel, Eiter, Akne, widerlich, hässlich, ungesund, schädlich …. Schmück es aus, dieses Ekelgefühl, dass Du an den Glaubenssatz dran klebst.

Ich will von Dir, dass Du diesen limitierenden Glaubenssatz mit diesem Gefühl des Ekels und der Abscheu und der Schädlichkeit ganz fest verbindest. Durch den Zettel machst Du das Ganze konkret sichtbar, ja mechanisch anfassbar. Sobald Du den Satz „Ich kann nicht abnehmen, das hat noch nie geklappt“ liest, oder an ihn denkst, sollst Du dieses Ekelgefühl empfinden.

Schritt 3: Den limitierenden Glaubenssatz loslassen

Ok weiter geht es. Ich will jetzt, dass Du diesen Zettel mit dem limitierenden Glaubenssatz darauf und auch mit dem daran gehefteten Gefühl des Ekels vernichtest. Aber halt! Nicht einfach wegwerfen und gut ist es. Mach daraus eine richtige Zeremonie! Leg meinetwegen dramatische Musik auf. Denk Dir irgendeinen bedeutungsschweren Spruch dazu aus. Meinetwegen: „Hiermit vernichte ich Dich negativen Gedanken und verbanne Dich ein für alle Mal aus meinem Leben!“ Dann zünde den Zettel an und schaue genüßlich zu, wie er verbrennt. Und dann nimm die Asche des Zettels und spüle sie in der Toilette runter und schau zu, wie der graue Papierstaub im Klo ein paar Kreise dreht und dann für immer verschwindet. Nochmal, mach daraus eine richtige Zeremonie, die Du in vollen Zügen erlebst und genießt!

Warum all das Ganze? Warum dieses auf einen Zettel schreiben? Warum dieses ekeln und diese „Vernichtungs-Zeremonie“? Die Erklärung ist eigentlich recht simpel: Je emotionaler etwas für Dich ist, um so besser kannst Du es in Dir und vor allem Deinem Unterbewusstsein verankern. Du koppelst diesen limitierenden Glaubenssatz mit dem Ekelgefühl auf der einen Seite und mit dem Siegesgefühl, wenn Du ihn vernichtest, auf der anderen Seite. Vermutlich wird der limitierende Glaubenssatz „Ich kann nicht abnehmen, das hat noch nie geklappt“ nicht sofort für immer verschwinden. Ab und zu wird er wieder hinter Deiner Stirn umher kreisen. Aber dann hoffentlich bereits mit dem Ekelgefühl. Dann wiederholst Du die ganze Zeremonie einfach. Dadurch wird dieser Gedanke bei Dir immer bewußter und deutlicher als das gebrandmarkt, was er ist: Ein limitierender Glaubenssatz. Du holst ihn aus dem Unterbewusstsein, wo er unentdeckt schlummert und auf seinen Einsatz wartet, an die Oberfläche und stellst ihn bloß. Und die Zeremonie hilft Dir, den Gedanken loszulassen und aus Deinem Inneren und damit aus Deinem Unterbewusstsein zu löschen.

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Schritt 4: Austausch durch einen positiven Glaubenssatz

Wir sind aber noch nicht fertig, denn der letzte Schritt ist, dass Du den limitierenden Glaubenssatz ganz gewußt durch einen positiven Glaubenssatz ersetzt. Du füllt sozusagen die Lücke, die der zeremoniell entferne, negative Gedanken „Ich kann nicht abnehmen, das hat noch nie geklappt“ hinterlassen hat, mit einem positiven Gedanken als Gegenstück. Der könnte in Bezug auf das Abnehmen, das schlank, fit, stark und gesund werden, lauten: „Ich werde mich gesund, bewusst und gut ernähren, mich mehr bewegen und mehr Sport machen. Das Abnehmen geschieht dann von ganz alleine!“

Auch das wird vielleicht nicht beim aller ersten Mal sofort 100% klappen. Aber so, wie Du nötigenfalls die „Vernichtungs-Zeremonie“ für den limitierenden Glaubenssatz wiederholst, so wiederholst Du auch bewußt diesen positiven Glaubenssatz. Dazu gibt es auch einen sehr guten Trick: Schreib diesen positiven, diesen bestärkenden Glaubenssatz auch auf einen Zettel. Such Dir ein richtig schönes Blatt Papier dafür aus. Gerne farbig. Mal wunderschöne Blümchen oder andere schöne und positive Dinge dazu. Oder schreibe positive Gefühle und Werte darum herum. Dinge wie „schlank“, „fit“, „stark“, „gesund“, „beweglich“, aber auch Dinge wie „ich schaffe das“ und so weiter und so fort. Und dann klebst Du den Zettel irgendwo hin, wo Du ihn oft siehst und immer wieder lesen kannst. Ins Bad neben den Spiegel, in der Küche an die Kühlschranktür, Dir fällt sicher noch mehr ein. Du kannst  selbstverständlich auch mehrere dieser Zettel machen und an verschiedene Stellen im Haus oder einen vielleicht auch ins Auto kleben. 

Diese Technik nennt man übrigens eine Affirmation! Laut Wikipedia ist eine Affirmation:„Die Affirmation (lateinisch affirmatiō für „Versicherung, Beteuerung“) ist eine wertende Eigenschaft für prozedurale, kognitive oder logische Entitäten, die mit „Bejahung“, „Zustimmung“, „positiver Wertung“ oder „Zuordnung“ beschrieben werden kann. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet Affirmation, dass eine Aussage, Situation oder Handlung positiv bewertet wird.“ (Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Affirmation )

Mit anderen Worten, eine solche Affirmation dient dazu, dass sich etwas Positives, etwas Bestärkendes bei Dir im Kopf festsetzt. Ein positiver, ein bestärkender Glaubenssatz. Ein „Ich schaffe das!“ Du kannst und solltest Dir diese Affirmation immer wieder laut selbst „vorbeten“ und eben auch mit dem Zettel oder den Zetteln arbeiten. Wichtig ist, dass die Affirmation für Dich immer wieder wahrnehmbar und damit emotional erlebbar wird. Irgendwann wirkt die Affirmation dann auch, wenn Du den Zettel nur nebenbei erblickst. Dann ruft der Anblick sofort die Affirmation in Dir wach, ohne dass Du den Zettel tatsächlich lesen musst. Dann ist dieser positive Glaubenssatz in Dir angekommen und verankert und wirkt auch bald, ohne dass Du die Zettel dafür anschauen musst. So heftet sich die Affirmation in Deinem Unterbewusstsein fest und ersetzt als positiver und bestärkender Glaubenssatz den vorher „entsorgten“ negativen, limitierenden Glaubenssatz. Das Visionboard, von dem in diesem Podcast in Folge 20 ausführlich die Rede ist, ist im Prinzip eine Sammlung solcher positiver Affirmationen. Hör Dir doch Folge 20 einfach nochmal an. Also, bis dann.

Music from https://filmmusic.io: “Tablamixx” by Sebsdor (https://www.72grad.de/) Licence: CC BY-SA + (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de)

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