Richtig oder falsch: Zucker macht glücklich

Zucker ist Nervennahrung, so heißt es. Und vor allem: Zucker macht uns glücklich, heißt es. Tja Leute. Dumm gelaufen. Nicht mal das kann Zucker, wie eine Metastudie Deutscher und britischer Forscher jetzt bewiesen hat.

Meta-Was?

Bei einer Metastudie führen Forscher selbst keine Experimente durch. Vielmehr nehmen sich sich alle anderen zu einem Thema verfügbaren Studien vor und werten diese aus. Genau das haben deutsche Forscher aus Berlin und deren Kollegen aus Großbritannien getan und zwar in Bezug auf Zucker und dessen Wirkung als Nervennahrung und Glücklichmacher. Gesucht wurde ein Nachweis, das Zucker ein Hochgefühl auslöst, also wach, energiegeladen und eben durch eine psychoaktive Wirkung – also Endorphinausschüttung und solche Dinge – auch glücklich macht.

Zucker macht gar nichts … außer dick

Die Auswertung der zahlreichen Studien, 50 Stück an der Zahl, von denen 30 dann nochmal genauer ausgewertet wurden, zeigten keinen Beleg für all diese angeblichen Wirkungen des Zuckers. Keine Stimmungsaufhellung, kein „Glücklichmachen“. In einigen Studien wurde sogar festgestellt, dass Probanden nach dem Genuß von Süßem – also Zucker – eher schlapper und müder waren, als eine Kontrollgruppe, die ein Placebo-Produkt ohne jeden Zucker darin schnabbuliert hatten.

Ein Zuviel an Zucker macht also einfach nur dick. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass ein erwachsener Mensch maximal 25 Gramm reinen Zucker am Tag über seine Nahrung aufnehmen sollte. Wir Deutsche futtern im statistischen Schnitt 93 Gramm pro Tag.

Studien beschränkten sich nur auf Zucker

Die Wissenschaftler räumten ein, dass sie bei ihrer Studie ausschließlich den Zuckerkonsum betrachtet haben, aber nicht die Wirkung anderer Zutaten in Süßigkeiten einbezogen haben. In Süßigkeiten sind schließlich auch Stoffe wie Beispielsweise Fette und Koffein, wenn wir mal Schokolade betrachten.

Nach ihrer Metastudie hoffen die Forscher, dass sie damit einen Beitrag zu einer gesünderen Ernährung leisten können, indem sie über Zucker und seine (fehlende) Wirkung auf das gemüt aufklären.

Ein Kommentar Gib deinen ab

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.