Folge 60: Gemüse vom Wochenmarkt oder Tiefkühlgemüse?

Marktfrisches Gemüse, so wird oft auf Speisekarten geworben. Und wenn man auf Wochenmärkten umherschlendert, sie man allerlei Gemüse, Salate und Obst auf den Markständen in den Auslagen liegen und in den herrlichsten Farben leuchten. Frischer gehts nicht. Oder etwa doch. Heute wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, ob Gemüse vom Markt wirklich das frischeste und beste ist. Bevor wir das tun, hier noch mein übliches Angebot. Bewerte meinen Podcast auf iTunes und ich schenke Dir mein Buch „Machs gut Dicker, für Männer die schlank, fit, stark und gesund werden wollen.“ Was musst Du dafür tun? Zunächst bewerte diesen Podcast auf iTunes mit einer Rezension. Mach dann einen Screenshot von Deiner Bewertung und schicke diesen Screenshot mit Deiner Adresse, an die ich das Buch schicken soll, per E-Mail an kontakt@machs-gut-dicker.de. Die ersten zehn Podcast-Hörer, die das machen, bekommen das Buch dann per Post zugeschickt. Und trage dich doch gerne auf meiner Webseite www.machs-gut-dicker.de für den Newsletter ein. Dafür gibt es auch ein Geschenk für Dich.

Folge 60: Gemüse vom Wochenmarkt oder Tiefkühlgemüse? 1Folge 60: Gemüse vom Wochenmarkt oder Tiefkühlgemüse? 2

Wochenmärkte sind lokal-regionale Märkte

Auf den Wochenmärkten verkaufen Bauern aber auch Gemüsehändler allerlei Gemüse, Salate Obst oder auch Eier und andere landwirtschaftliche Produkte. Bei den Bauern kommt das meist aus eigenem Anbau, die Händler hingegen kaufen die Waren selbst irgendwo ein. Das tun sie hoffentlich regional. Die Waren in den Auslagen der Marktstände sehen lecker und frisch aus. Sie kommen sozusagen direkt vom Feld. Wenn in Gemüse viele Vitamine & Co drin steckt, dann doch wohl hier. Frischer geht es nicht. Oder doch?

Zunächst einmal folgendes: Gemüse auf dem Wochenmarkt zu kaufen und zwar vor allem von lokalem und regionalem Anbau ist grundsätzlich besser, als das Gemüse aus der Auslage beim Discounter zu nehmen, dass bereits eine halbe Weltreise hinter sich hat, um aus Spanien oder von sonst woher den Weg in die Regale zu finden. Du kaufst gute Ware und unterstützt Deine lokalen Landwirte. Du erfährst, wo die Ware herkommt und wenn der Bauer dann auch Bioanbau betreibt, um so besser.

Etwas genauer solltest Du hinschauen, wenn der Anbieter der Ware nicht der Bauer, also der Direkterzeuger ist, sondern ein Händler. Steht die Ware dort beispielsweise in bunt bedruckten Pappsteigen, auf denen dann „Made in Holland“ oder „Made in Spain“ steht, dann siehst Du daran, dass diese Ware nicht mehr aus der Region kommt. Frage deshalb ganz konkret nach, woher der Anbieter seine Ware bezieht. Richtig skeptisch solltest Du werden, wenn dort Ware angeboten wird, die im Moment in deiner Region oder Deinem Land gar keine Saison hat. Spätestens dann handelt es sich um Importware, die vermutlich einen sehr weiten Weg hinter sich hat. Was bringt es, außerhalb der Erdbeersaison Erdbeeren zu kaufen, die beispielsweise in Israel oder sonst wo gewachsen sind und dann tage- oder gar wochenlang unterwegs waren, bis sie hier vor dir stehen. Schau Dir am besten einen Gemüse-Saisonkalender an, den ich in dem Blogbeitrag zu dieser Podcastfolge verlinkt habe: https://www.regional-saisonal.de/saisonkalender-gemuese. Das gleiche gilt auch für Produkte, die in Deutschland oder Europa garnicht angebaut werden, weil sie in unserer Klimazone garnicht gedeihen. Was hat eine Flugmango, die aus den Tropen eingeflogen wurde, auf einem Wochenmarkt zu suchen?

Folge 60: Gemüse vom Wochenmarkt oder Tiefkühlgemüse? 3Folge 60: Gemüse vom Wochenmarkt oder Tiefkühlgemüse? 4

Ok, kümmern wir uns jetzt um die Themen Frische und Vitamingehalt. Sobald eine Frucht von der Pflanze, an der sie wächst, abgeschnitten – also geerntet wird, wird sie nicht mehr mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Sie stellt damit nicht nur das Wachstum ein, sondern es beginnt auch der Verfall und damit der Abbau sämtlicher Inhaltsstoffe. Und genau hier liegt das Problem. Bis ein Salat, Möhren, Blumenkohl und anderes Gemüse oder Obst auf dem Wochenmarkt ankommt, vergehen meist ein bis zwei oder sogar mehr Tage. Wenn ein Blumenkohl montags geerntet wird und erst Samstags auf dem Wochenmarkt liegt, dann hat er schon den allergrößten Teil seiner Vitamine und Inhaltsstoffe verloren. Denn bei einem Blumenkohl sind nach nur 48 Stunden bereits 50% der Vitamine und Inhaltsstoffe abgebaut und damit verschwunden.

Ganz anders ist es bei Tiefkühlgemüse. Das wird meist direkt, also nur wenige Stunden nach der Ernte schockgefrostet. Ich habe dieser Tage eine Fernsehsendung über Landwirtschaft und Erntemethoden gesehen. Dabei wurde auch über den Anbau des Konzerns Frosta berichtet. Es ging um Erbsen. Die werden maximal zweieinhalb Stunden, nachdem sie auf dem Acker von der Pflanze abgeerntet wurden, bei minus 18 Grad eingefroren. Das Einfrieren ist hier der riesige Vorteil, denn die Kälte stoppt im Prinzip sämtliche Abbauprozesse in dem entsprechenden Gemüse. 

Folge 60: Gemüse vom Wochenmarkt oder Tiefkühlgemüse? 5Folge 60: Gemüse vom Wochenmarkt oder Tiefkühlgemüse? 6

Damit ist Tiefkühlgemüse im wahrsten Sinne des Wortes erntefrisch. Und damit ist Tiefkühlgemüse in Sachen frische und Vitamin-Gehalt dem Gemüse auf dem Wochenmarkt tatsächlich deutlich überlegen. Wenn die Kühlkette beim Transport vom Werk des Herstellers bis in den Supermarkt nicht unterbrochen wurde – die Ware ist also nicht an- oder aufgetaut und wieder eingefroren worden – dann ist das tatsächlich das frischeste und beste Gemüse, dass Du bekommen kannst. Tiefgekühlt ist diese Ware auch recht lange haltbar. Vielleicht nicht jahrelang, aber doch über einige Wochen.

Fazit: Das frischeste und vitaminreichste Gemüse oder Obst bekommst Du tatsächlich im Lebensmittelmarkt aus der Tiefkühltruhe und nicht vom Wochenmarkt. Und wenn Du dabei auf die Packung schaust und darauf achtest, dass der Inhalt aus nationalem Anbau kommt und nicht tausende Kilometer auf dem Buckel hat, machst Du alles richtig.

Music from https://filmmusic.io: “Tablamixx” by Sebsdor (https://www.72grad.de/) Licence: CC BY-SA + (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.