Folge 65: Abnehmen? Finger weg vom Alkohol!

„Alkohol macht Birne hohl!“ Diese Binsenweisheit deutet an, welche fatalen Folgen der Alkoholkonsum – vor allem, wenn er im Übermaß stattfindet – auf das Gehirn haben kann. Auch der restliche Körper geht durch massiven Alkoholmissbrauch zu Grunde. Warum du, wenn du abnehmen willst, ebenfalls die Finger vom Alkohol lassen sollst, das erkläre ich Dir heute mit meiner Ernährungsregel Nummer 8 aus meinem Buch „Machs gut Dicker, für Männer, die schlank, fit, stark und gesund werden wollen“. Und hier geht es nicht um den Alkoholmissbrauch, sondern auch um das Gläschen Wein beim Essen. Oder das Bierchen abends vor der Glotze.

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Das eine Gläschen macht doch nicht fett? Doch!

Das eine oder andere leckere und wohlverdiente Feierabendbierchen. Zwei Gläser Rotwein zum Essen am Abend. Der Sekt zum Jubiläum. Einen Jacky-Cola in der Kneipe. Anlässe für Alkoholgenuss gibt es viele. Wenn Du ernsthaft abnehmen willst, solltest Du aus zwei Gründen die Finger vom Alkohol lassen.

Erstens: Alkoholische Getränke sind oft selbst Kalorienbomben. Ein Glas Rotwein mit 0,2 Litern hat beispielsweise rund 80 Kilokalorien. Die zwei Gläser Rotwein zum Essen haben also schon 160 Kilokalorien. Und Cocktails mit zusätzlichem Zucker aus Saft & Co. Oder auch Sahne und anderen Zutaten sind erst Recht wahre Kalorienbomben! Du trinkst also Kalorien. Und wie Du aus Regel 1 weißt, sollst du eben keine Kalorien trinken.

Alkohol stoppt die Fettverbrennung

Zweitens: Alkohol und seine Kalorien sind für den Körper eine extrem schnell verfügbare Energiequelle. Der Körper ist ja auf Effizient getrimmt und will möglichst Aufwand sparen. Daher wird er sich zuerst auf den Alkohol als Energieträger stürzen und den verbrennen. Damit aber wird die Fettverbrennung dann für eine ganze Weile komplett ausgeschaltet. Das ist wie beim Auto. Benzin brennt viel schneller und heftiger als Öl oder gar Fett. Daher wird ein Automotor eben auch mit Benzin und nicht mit Rohöl oder flüssigem Fett betrieben. Dein Körper wird also Alkohol sofort als Energiequelle für Muskeln, Hirn und was auch immer verheizen und  sich nicht erst die Mühe machen, beispielsweise die Kohlenhydrate oder gar das Fett aus einer Mahlzeit umzuwandeln und dann zu verbrennen.

Nicht nur das. Wenn der Körper seinen momentanen Energiebedarf aus dem Alkohol decken kann, dann wird er die Kalorien aus dem Essen eben nicht verbrennen, sondern statt dessen einlagern, wie es unser Steinzeitorganismus seit vielen tausend Jahren macht. Kohlenhydrate und Fett landen als Reserveenergie im Fettspeicher deines Körpers und Du musst Deinen Gürtel wieder etwas weiter schnallen. 

Also nochmal: Wenn Du Alkohol trinkst, schaltet Du nicht nur die Fettverbrennung aus, Du begünstigst auch das Einlagern zusätzlicher Fettreserven aus dem Essen, zu dem Du den Alkohol getrunken hast.

Wie das Bier den Bierbauch verursacht

Der Bierbauch kommt also nicht direkt vom Bier oder Alkohol selbst, sondern daher, dass der Alkohol die Fettverbrennung stoppt und die Fetteinlagerung begünstigt. Apropos Bier, das regt auch den Appetit ordentlich an, du futterst also oft auch deutlich mehr als nötig, wenn Du beim Essen Bier trinkst. So ein Abend vor der Glotze mit zwei oder drei Bierchen und einer oder zwei Tüten Chips. Da klettert die Zusatz-Kalorienzufuhr in der Tagesbilanz schnell über die 2000er Marke. 

Also, wenn Du abnehmen willst, dann lass die Finger vom Alkohol. Du musst nicht zum Abstinenzler werden, aber Alkohol sollte nicht mehr regelmäßig sondern nur noch sehr selten getrunken werden. Ich beispielsweise halte für mich es so, dass ich normalerweise gar keinen Alkohol mehr trinke und nur dann, wenn ich im Urlaub bin mit ab und an mal ein Glas Wein oder Bier gönne. Und wenn ich beispielsweise auf einer Hochzeit oder einem Geburtstag eingeladen bin, dann trinke ich den Begrüßungssekt und dann bleibt der Rest des Abends wieder Alkoholfrei. Und wenn ich mal mit Freunden abends in der Kneipe bin, trinke ich alkoholfreies Bier.

Music from https://filmmusic.io: “Tablamixx” by Sebsdor (https://www.72grad.de/) Licence: CC BY-SA + (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de)

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